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The Final Chapter

So, jetzt ist es also so weit… Ich fliege wieder nach Hause. Früher als geplant. Ein bisschen wehmütig, aber glücklich und voller Vorfreude :)

Leider waren die letzten Wochen alles andere als leicht, aber sowas gehört halt einfach auch zum Traveln dazu. Das macht einfach den großen Unterschied zum Urlaub aus…

Angefangen hat es damit, dass mir in Melbourne mein kleiner Rucksack geklaut wurde. An der Southern Cross Station, in einem Burritoladen unter dem Tisch heraus, während ich mich grade mit Juan zu einem Abschiedsessen getroffen hatte. Ich wollte nämlich in ein paar Stunden zum Flughafen um meinen Flieger nach Bali zu nehmen… Als ich bemerkte, dass der Rucksack weg war, waren wir beide völlig geschockt, da wir keine Ahnung hatten wie der Dieb den Rucksack unter dem Tisch heraus bekommen hatte. Es saß die gesamte Zeit nicht mal annähernd jemand in unserer Nähe. Juan rief die Polizei an, die uns dann bat auf die Station zu kommen, um Anzeige zu erstatten. Bis dahin war ich eigentlich erstaunlicher Weise völlig ruhig. Auf der Police Station gab ich dann an, was mir alles geklaut wurde und da meine kompletten Unterlagen im Rucksack befanden, forderte mich der Polizist auf, sofort die deutsche Botschaft anzurufen. Die nette Dame am Telefon fragte mich dann, wo es denn weiter hingehen sollte. Als ich ihr sagte dass ich noch am selben Tag einen Flug nach Bali hätte, meinte sie das könne ich vergessen. Also nicht, weil ich den temporären Pass so kurzfristig nicht herbekommen würde, denn das war mir ja selbst klar, sondern weil Bali keine vorläufigen Pässe akzeptiert. Fuck. So langsam fing ich an, mir etwas Sorgen zu machen. Nicht wegen mir, sondern weil Yvette gerade an diesem Tag ihren Flug nach Bali gebucht hatte, um sich dort mit mir zu treffen… Als Juan und ich die Police Station verließen gab er mir netterweise 20$ damit ich wenigstens etwas Geld hatte, um heim zu kommen und dann verabschiedeten wir uns, weil er zurück in die Uni musste. Ich marschierte also in den nächsten Supermarkt um eine Overseas-Telefonkarte zu kaufen, damit ich meine Bank in Deutschland anrufen konnte, um alle Karten sperren zu lassen. Plötzlich stand Juan wieder ganz aufgeregt vor mir und sagte mir, man hätte ihn angerufen, jemand hätte meinen Rucksack vor einem Café gefunden. Wir rannten also wie bescheuert dorthin und tatsächlich – es war mein Rucksack. Es fehlte nur mein Handy, meine Karten, Geld, meine Regenjacke und meine Kopfhörer (wer klaut denn, was andere Menschen schon im Ohr hatten???). Aber meinen Pass und die anderen wichtigen Unterlagen hatte ich tatsächlich zurück :) Ich konnte mein Glück kaum fassen, doch dann kam mir erst, dass ich ja ohne jegliches Geld schlecht nach Bali fliegen konnte. Und so musste ich an diesem Tag den Flieger doch noch sausen lassen :(
Aber irgendwie hatte ich Glück im Unglück. Yvette’s Onkel Jordan, bei dem ich bisher schon drei Tage umsonst wohnen durfte, hatte mich so ins Herz geschlossen, dass er mich weiter bei sich wohnen ließ und das obwohl er selbst in den Urlaub fuhr und er lieh mir auch noch Geld für die ersten Tage. Das macht nun wirklich nicht jeder. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich gemacht hätte, wenn ich im Hostel gewohnt hätte???
So wartete ich also in seinem Haus auf mein Emergency-Cash und die Emergency-Kreditkarte. Nachts konnte ich alleine in dem großen Haus nicht schlafen, weil ich ständig böse Träume hatte und von Jordan wusste, dass vor einem Jahr mal Leute in sein Haus eingebrochen waren, während er zuhause war und tagsüber verbrachte ich die Zeit mit Fernsehen, weil das Wetter mittlerweile megaschlecht in Melbourne war. Spannend.
Als die Kreditkarte wie angekündigt innerhalb von zwei Tagen da war, buchte ich den nächsten Flug nach Bali und verließ dann tatsächlich doch noch Australien. Und zum ersten Mal war ich irgendwie froh das Land zu verlassen 😉

In Bali angekommen war es mitten in der Nacht aber trotzdem noch bullenwarm. Endlich wieder Wärme :) Am nächsten Morgen sah ich mich mal ein bisschen in Kuta um und ich muss sagen Kuta ist mal echt grässlich. Es hat bestimmt super coole Wellen und ist für Surfer ein absolutes Paradies, aber so dermaßen touristisch, dass ich mir schwer getan habe einheimisches Essen zu finden. Und überall Australier, die schon ab mittags in den Bars am saufen sind. So stell ich mir den Ballermann vor. Ich wollte nur weg, aber leider hatte ich mal wieder ein kleines Geldproblem. In Bali kann man nicht grad häufig mit der Kreditkarte bezahlen, teilweise nicht mal in den Hostels oder Guesthouses und mit der Emergency Kreditkarte kann man nur am Bankschalter Geld abheben weil man keine Pin bekommt… Tja und doofer Weise war grad Wochenende. Ja ich weiß ich hätte einfach mehr Geld aus Australien mitnehmen sollen, aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht 😀 Ich bin echt ein Megachaot und das hat sich leider auch nicht geändert in den letzten Monaten 😛 Ich kam dann an Cash, in dem ich abends mit einer anderen Backpackerin Essen ging und ihre Rechnung mit der Kreditkarte mitbezahlte und sie mir das Geld dann in bar zurück gab… In der Not muss halt kreativ sein 😉 Als ich dann am Montag bei der dritten Bank endlich Geld bekam, hob ich gleich mal mehr ab, da das in Bali auch keine einfache Sache zu sein scheint. Ich sag’s euch, lasst euch nie die Kreditkarte stehlen, schon gar nicht zweimal im Leben, so wie ich 😉 Anschließend buchte ich endlich meinen Bus nach Ubud. Das ist ein mittlerweile gar nicht mehr so kleiner Ort, im Landesinneren, der umrandet ist von wunderschönen Reisfeldern. Man kann von Ubud aus tolle Tagesausflüge machen, außerdem ist es der Ort für Spa- und Yogabegeisterte. Evtl ist das auch der Grund warum dort so eine lässige Atmosphäre herrscht :)

Ich hatte in Kuta kurz vor meiner Abreise nach Ubud Jill kennengelernt, die auch nach Ubud wollte. Da sie noch keine Übernachtung in Ubud hatte buchte sie einfach ein Zimmer im selben Homestay, in dem ich eins gebucht hatte und so sahen wir uns schon ein paar Stunden später wieder. Jill ist so alt wie meine Mama, kommt eigentlich aus England, lebt aber in Österreich und sie travelt schon ihr ganzes Leben. Ich fand sie eine absolut interessante und junggebliebene Persönlichkeit, dass mir der große Altersunterschied völlig egal war und ich gerne mit ihr abhing. So unternahmen wir in den nächsten Tagen viel zusammen, gingen shoppen (Jill brachte mir das knallharte feilschen bei 😉 ), wir gingen zusammen ins Spa, sahen uns das Shadow-Puppet-Play an und unternahmen zwei Tagesausflüge zusammen mit einem Fahrer der uns an alle Orte brachte, die wir sehen wollten und uns viele kulturelle Dinge erklärte. Das war echt sehr interessant.

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Die Reisterrassen nahe Ubud

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Im Monkey Forest

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Der teuerste Kaffee der Welt musste auch mal getestet werden, war wirklich yummy dafür dass er aus den Exkrementen der Luwaks gewonnen wird 😉

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Tirta Empul Tempel.

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Das ist einer von Balis wichtigsten und heiligsten hinduistischen Tempeln. Er ist v.a. wegen seiner heiligen Quelle bekannt. Die hinduistischen Gläubigen besuchen den Tempel regelmäßig um sich zu reinigen und von Krankheiten und anderen Problemen zu befreien. Jede der einzelnen Fontäne soll hierbei eine ganz besondere Aufgabenstellung zuständig sein…

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Laut unserem Fahrer sollte das die Fontäne für junges Aussehen sein, man weiß ja nie 😉

Nach ein paar Tagen wollte Jill für zwei Nächte an einen naheliegenden See fahren und den Vulkan dort besteigen, aber irgendwie konnte ich mich nicht aufraffen. So blieb ich in Ubud, irgendwie fühlte ich mich da schon wie daheim und ich genoss es mal an einem Ort etwas länger zu sein. Und so machte ich in der Zwischenzeit Yoga, traf mich mit Florian, nem Kumpel von Yvette, den ich vorher noch nicht kannte, der aber auch grad zufällig in Ubud war. Florian war voll der Liebe und da er grad nach einer neuen Unterkunft suchte, zog er dann auch in Jill’s und mein Homestay. Einen Tag später checkte dann auch noch Nicolas ein. Wir hatten uns mal in Neuseeland kennengelernt und voll gut verstanden und da er auch grad in Bali Urlaub von seiner Weltreise machte, kam er kurzerhand in Ubud vorbei um sich mit mir zu treffen. So hatte ich irgendwie meine eigene kleine Community in diesem Homestay gegründet. Das war echt super cool, zumal wir die einzigen Gäste dort waren.

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The Gang (mit Nicolas, oben links, Florian und Jill)

Als Jill dann wieder zurück war, wollten wir zu viert eine Rollertour zu einem Wasserfall machen. Da ich, wie ihr ja alle bestimmt wisst, nicht so der Fan von motorisierten Gefährten bin, wollte ich nicht selbst fahren, erst recht nicht bei dem Verkehr in Bali. Jill wollte auch nicht selbst fahren und so fuhr sie bei Florian mit und ich bei Nicolas. Hmm tja was soll ich sagen. Nicolas und ich sind nie bei dem Wasserfall angekommen, sondern im Krankenhaus gelandet…
Wir hatten die anderen beiden gerade verloren und wollten nochmal ein Stück zurückfahren als Nicolas, der mehr Motorrad als Roller fährt, die Kurve zu scharf schnitt, der Roller berührte den Boden, fing an zu schlenkern und Nicolas steuerte über die gegenüberliegende Fahrbahn glücklicher Weise auf Gras und Gebüsch zu, wo wir dann aufprallten. Das klingt jetzt evtl sehr dramatisch, aber als ich auf den Boden knallte, dachte ich nur “das war’s dann jetzt”… Kurz darauf weiß ich nur noch das Nicolas völlig entsetzt vor mir kniete und mich fragte ob ich verletzt sei. Ich blutete an diversen Stellen aber das schlimmste war, dass mein Nacken höllisch weh tat. Außerdem hatte ich einen Schock und zitterte am ganzen Körper. Es dauerte ewig bis mal ein Auto anhielt, alle anderen fuhren einfach weiter. Nicolas versuchte dem Fahrer zu vermitteln, dass ich einen Arzt brauchte, und so ließ er mich einsteigen. Nicolas fuhr mit dem Roller hinterher. Der Mann brachte mich zu einem Dorfarzt. Als ich den in seiner dreckigen Jogginghose da stehen sah legte es bei mir nen Schalter um. Ich dachte nur an den 1. Hilfe Kurs für den Führerschein, wo es ja heißt man soll Unfallopfer mit Nackenschmerzen nicht bewegen. Jetzt hatte ich mich schon die ganze Zeit bewegt und von diesem Mann, der aussah als würde er den ganzen Tag auf der Couch abgammeln, wollte ich auf jeden Fall nicht untersucht werden. So organisierte Nicolas über den Arzt einen Transport, der mich ins Krankenhaus in Ubdu bringen sollte. (Tierisch abgezogen haben sie uns in dieser Notlage, aber wir hatten ja kaum eine Alternative.) Ich wurde also blutend auf den Beifahrersitz eines Autos gesetzt und der ungefähr 18 oder 19-jährige Fahrer, der kaum Englisch sprach, sah mich die ganze Zeit ganz betroffen an. Voll süß. Da er nicht viel für mich tun konnte teilte er großzügig seine Zigaretten mit mir 😉 Und so rauchten wir schweigend eine nach der anderen im Auto während Nicolas mit dem Roller hierher fuhr. Nach über 1 Std. kamen wir dann im Krankenhaus an. Die Krankenschwestern versorgten meine Schürfwunden. Doch ich versuchte ihnen klar zu machen, dass mir die Wunden egal sind, dass mir der Nacken weh tut. So wurde irgendwann ein Arzt geschickt. Der bat mich meinen Kopf nach oben und nach unten und dann nach links und rechts zu bewegen. Das ging, tat aber höllisch weh. Der Arzt meinte dann ohne mich je angefasst zu haben, es wäre nix. Ich bestand dann aber auf ein Röntgenbild. Das ergab zumindest keine Fraktur oder sonstiges. Aber auf die Frage woher die Schmerzen kommen bekam ich keine Antwort. Und so wurde ich wieder entlassen. Bei Nicolas hatte das Röntgenbild eine Haar-Riss im Schultergelenk (sagt man das so?) ergeben. Auch er wurde mit dem Hinweis entlassen, doch mal in den nächsten Tagen einen Orthopäden aufzusuchen…
So mussten wir am nächsten Tag Ubud verlassen und nach Denpasar ins internationale Krankenhaus fahren. Und ich muss sagen die hatten dort wenigstens Ahnung. Meine Wunden wurden nochmal versorgt, dann wurde ein CT von meinem Hals gemacht, das zum Glück auch nichts ergab. Und so wurde ich mit der Diagnose ein Schleudertrauma zu haben entlassen und mir wurde eine Halskrause verpasst. Der ganze Spaß kostete dann gleich mal 500€, die netterweise Nicolas bezahlte, weil er sich so krass schuldig bzw. verantwortlich fühlte. Er selbst wurde nicht untersucht, da der Orthopäde grad nicht da war. Ein befreundeter Arzt von Nicolas hatte ihm aber zwischenzeitlich geschrieben, dass man da sowieso nicht mehr machen kann als Arm einfach ruhen zu lassen und so wollte Nicolas auch keinen Arzt mehr aufsuchen… Die nächsten Tage waren dann nicht sehr spaßig für uns beide, weil wir krasse Schmerzen hatten und auf Schmerzmitteln unterwegs waren. Mein Nacken wurde zwar täglich ein bisschen besser, aber meine Verletzung am Fuß machte das Laufen schwierig und schmerzhaft… Und so traf ich eine Entscheidung. Nämlich nicht mehr nach Laos und Myanmar zu reisen, wie es eigentlich mein Plan gewesen war. Erstens konnte ich mir nicht vorstellen meinen großen, mittlerweile 20 Kilo schweren Rucksack und den kleinen 7 Kilo Rucksack mit Nackenschmerzen herumzutragen. Außerdem wollte ich in Laos klettern, was ich mir auch abschminken konnte wegen Fuß und Nacken und so beschloss früher heimzukommen. Ich schau mir die beiden Länder lieber an, wenn ich fit bin und es richtig genießen kann… Netterweise klemmte sich dann Yvette für mich hinters Telefon und buchte den Heimflug für mich um. Super lieb.

Nicolas und ich verbrachten dann noch ein paar Tage zusammen am Cangu Beach, um uns auszukurieren und ich muss sagen es war echt rührend, wie lieb er sich um mich gekümmert hat. Ich hab richtig gemerkt, wie sehr ihm das alles leid tut, obwohl ich ihm ja in keinster Art und Weise die Schuld für den Unfall gegeben hatte…

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Vor dem Tanah Loth Tempel, war echt ne Massenveranstaltung dort…

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Aber der Sonnenuntergang hat sich echt mega gelohnt

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Die balinesischen Jungs sind ganz verrückt nach Drachen…

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Ab nachmittags sieht man die Drachen überall am Himmel…

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Sonnenuntergang am Cangu Beach

Als dann Yvette in Bali ankam trennten sich Nicoals und meine Wege wieder und kreuzten sich auch nicht nochmal in Bali. Aber ich bin sicher wir sehen in Europa mal wieder, wenn er denn überhaupt jemals wieder nach Hause kommen sollte 😉

An Yvette’s ersten Tag in Bali stieg ich dann tatsächlich doch nochmal auf einen Scooter, da wir unser Ticket für die Fähre besorgen wollten und ich wieder Geld brauchte. So schlängelte sie sich mit mir hinten drauf Ultra langsam durch den chaotischen Verkehr in Kuta. Yvette meinte anschließend, so langsam wäre sie noch nie zuvor gefahren… Und ich hatte trotzdem die ganze Zeit die Hosn gehörig voll 😀 Also ich bezweifle, dass ich jemals Besitzer eines Rollers werde…
Am zweiten Tag ging’s dann für uns weiter zu den Gili Islands, genauer nach Gili Air, das ist die etwas ruhigere von den drei Inseln, zum relaxen, und da blieben wir dann die gesamte restliche Zeit und machten einfach nix. Der Tagesablauf bestand aus essen, chillen, schlafen 😀 Eine echte Herausforderung für mich, aber irgendwie hatte ich das nach dem ganzen Stress echt gebraucht und Yvette wollte sowieso nur chillen, da ihr ein stressiger, arbeitsreicher Sommer bevorsteht… Und so hab ich meine Reise also ganz ruhig ausklingen lassen…

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Das NZ Dreamteam wieder vereint :)

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So lässt sich’s leben – Frühstück mit Meerblick…

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dann den ganzen Tag im Mouwie’s Café abhängen…

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zwischendrin mal abkühlen…

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dann sich wieder den Bauch vollschlagen – yummy :)

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oder mal den kleinen Kellner herumtragen (er hatte sie tatsächlich darum gebeten 😛 )

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Und abends dann den Sonnenuntergang anschauen. (Okay sorry, jetzt reichts echt mit den Sonnenuntergängen 😛 )

Nachdem wir von Gili Air mit der Fähre zurück nach Bali geschippert waren, flog Yvette noch am selben Abend zurück nach Amsterdam. Ich dagegen flog erst am nächsten Tag weiter nach Bangkok, wo ich jetzt die letzten drei Tage war. Gezwungener Maßen. Aber anders ließ sich mein Flug leider nicht ändern… Naja so hatte ich wenigstens jede Menge Zeit auf dem JJ Market shoppen zu gehen 😉

Nach all diesen Stories werden jetzt vielleicht einige von Euch denken ‘Man, die Sarah hat aber auch Pech gehabt’… Ich selber seh das nicht so. Ich finde ich hab unglaubliches Glück auf meiner Reise gehabt :) Nicht nur, dass ich fünf wunderschöne Länder bereist habe, unglaublich viel Spaß hatte und wunderbare Menschen kennengelernt habe… In den schlimmsten Situationen waren plötzlich Menschen für mich da, die ich eigentlich kaum kannte und es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass es so viele tolle Menschen auf der Welt gibt :)

So kann ich rückblickend nur sagen, dass die Reise die tollste Erfahrung meines bisherigen Lebens war. Auch auf Gefahr hin, mich zu wiederholen – ich hätte nie gedacht, wie viel ich über mich selbst lernen würde und wie glücklich mich diese ganze Erfahrung machen würde. Es war eine echte Herausforderung das ganz alleine durchzuziehen und es gab kurze Momente wo ich mir gewünscht hätte, es wär jemand anderes mit dabei, aber ich glaub es war wichtig für mich das Ganze alleine zu meistern… Und seltsamer Weise hatte ich diesmal nicht einen Moment Heimweh, geschweige denn, dass ich mich je einsam gefühlt hätte…

Klar, ich bin natürlich auch traurig, dass die Reise vorbei ist, aber ich weiß jetzt schon, dass es nicht meine letzte lange Reise war, denn dafür hat es mir einfach zu sehr gefallen :) Also mal sehen wie lange es dauert bis ich wieder Fernweh bekomme 😉

Auf jeden Fall möchte ich mich ganz herzlich für’s Verfolgen meines Blogs bei Euch bedanken. Ich hab mich wirklich sehr über all Eure Nachrichten und Euer Feedback gefreut und mich auf meiner Reise unglaublich geliebt und unterstützt gefühlt und das war ganz wunderbar :) Und sorry falls meine Antworten meist recht lange auf sich warten haben lassen…

Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr, Euch alle bald wiederzusehen und Euch zu drücken!!!! :)

Aber vorher stehen mir noch 19 Stunden Reisezeit über Mumbai und Paris bevor, bis ich dann wieder in München bin :( Aber zum Glück hat mir da jemand seinen iPod geliehen mit über 10.000 Songs drauf – woohhooo :)

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